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Bisher 5 Kommentare zu “Die vornehme Blässe – heller Teint als Schönheitsideal in der Geschichte”

  1. Lisa sagt:

    Schöner Beitrag, vielen Dank! Ich persönlich empfinde es nicht so, als wäre die Gesellschaft heute vollständig tolerant. Als Person mit sehr sehr heller Hautfarbe werde ich regelmäßig von Fremden, Freunden, Bekannten und Partnern aufgefordert, doch mal in die Sonne zu gehen etc.

    Mittlerweile benutze ich -wie die meisten Beautyjunkies 😀 “ seit mehreren Jahren hohen Lichtschutzfaktor unabhängig von Wetter und Jahreszeit, was ebenfalls für viel Verwunderung sorgt und zumeist belächelt wird. Wirklich gebräunt gewesen bin ich jedoch noch nie, auch nicht in Zeiten, in denen ich wenig bis gar keinen Sonnenschutz verwendet habe.

    Ich kann nachempfinden, dass gebräunte Haut ästhetisch aussieht und sehe das auch selber so, fände einen weniger aggressiven Umgang mit nicht-gebräunter Haut aber sehr wünschenswert.
    Ein wenig freue ich mich deswegen immer, wenn deutlich wird, dass diese oft als allgemeingültig angesehenen Schönheitsideale zeit- und kulturabhängig sind und eben nicht für jeden gelten.

    • Victoria sagt:

      Liebe Lisa,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die interessanten Gedanken zum Thema!

      Es ist wirklich sehr schade, dass man, sobald man nicht in das allgemein gültige Schema passt, immer wieder darauf angesprochen wird. Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass oftmals immer noch gilt: Wer braun ist, demonstriert – er / sie ist gesund und lag im Sommer viel am Strand, ergo hat er / sie ein tolles Leben. So wie es oben beschrieben in den 60er so langsam anfing. Ich denke aber, das legt sich gerade ein wenig mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein. (Mich persönlich verstört viel mehr, wenn Menschen mit knallrot verbrannter Haut durch die Stadt spazieren. 😀 )

      Wie du auf den Bildern siehst, bin auch ich persönlich ein recht heller Typ und finde es absolut schön. Ich gehe absichtlich kaum in die Sonne – zum einen, da ich es nicht gut vertrage, und zum anderen, da ich Bräune an mir persönlich nicht so sehr mag. Aber genauso finde ich es völlig okay, wenn andere gebräunte Haut als besonders toll empfinden und diese anstreben. Eben jeder so, wie er sich gefällt! 🙂

      Ganz liebe Grüße und lass dich nicht verunsichern, du machst es für dich persönlich genau richtig! 🙂
      Victoria

  2. Lisa sagt:

    Vielen Dank für den kurzen geschichtlichen Abriss um die vornehme Blässe. Ich finde die Themenvielfalt hier in dem Magazin mega gut! Mich hätten persönlich noch ein paar Einblicke in da Thema blasse Haut und (Post)Kolonialismus interessiert. Und ausserdem fände ich es schön, statt Deutschland BRD zu schreiben o.ä., da nunmal nicht in ganz Deutschland in den 60ern das Reisefieber in den Süden ausgebrochen ist.

    • Victoria sagt:

      Liebe Lisa,

      ganz vielen Dank für deinen Input! Zum Thema Deutschland / BRD gebe ich dir recht, das kann ich gern nachträglich noch korrigieren, dass da keine Verwirrungen entstehen.

      Das Thema der noblen Blässe lässt sich natürlich noch unendlich erweitern. Bei der Recherche habe ich sehr viele spannende Aspekte und Hintergründe gefunden. Im Bezug auf das Magazin hätte es nur hier einfach den Rahmen gesprengt. 🙂 Es ging mir dabei auch nicht um länderbezogene Hautfarbe, sondern wirklich nur um das „Ideal“, das etwa die Standesunterschiede zwischen Adel und der arbeitenden Bevölkerung vornehmlich in Europa mit sich brachten.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Victoria

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